Bandsäge – sollte in keiner Werkstatt fehlen

scheppach hbs30 bandsaege holzbandsaege holzsaege tischsaege saege inkl 3 saegebaender 230 volt 350 watt max durchlasshoehe 80 mm max durchlassbreite 200 mm 347x440 - Bandsäge - sollte in keiner Werkstatt fehlenDie Bandsäge gehört zu den Werkzeugmaschinen, die eigentlich in keiner gut ausgerüsteten Werkstatt fehlen sollte. Dabei ist es eigentlich egal, ob es sich um einen professionellen Handwerker oder einen versierten Heimwerker handelt. Irgendwie benötigt man die Bandsäge doch am laufenden Band. Sicherlich gibt es Unterschiede zwischen den verschiedenen Modellen und sicherlich können sie für unterschiedliche Arbeiten eingesetzt werden. Wichtig ist aber, dass man nicht nur weiß, wofür und wie man sie verwendet, sondern auch, wie man sie gut pflegt. Denn eine gute Bandsäge ist eine Anschaffung für das ganze Leben. Hat man sich erst einmal an sie gewöhnt, will man sie weder missen noch wieder hergeben.

Was genau ist die Bandsäge?

Das wichtigste Element der Bandsäge ist das Sägeband, das in einem Rundlauf angetrieben wird und die Sägearbeit verrichtet. Diesbezüglich wird zwischen Vertikal- und Horizontalsägen unterschieden. Allerdings hat sich die Anwendung der Bandsäge derart entwickelt, dass mit den Horizontalbandsägen vorwiegend so genanntes Stangenmaterial zugeschnitten wird. Es handelt sich also neben Hölzern auch um Stangenmaterial wie Aluminium, Stahl und andere Metalle. Sowohl gerade als auch gewellte Schnitte können mit der Bandsäge ausgeführt werden.

Die Bandsäge hat sich in vielen Branchen einen festen Platz erobert, nicht nur in der metallverarbeitenden Industrie. So finden wir Bandsägen in der Holzverarbeitung, der Metalverarbeitung, aber auch in fleischverarbeitenden Betrieben. Mit ihnen werden nahezu alle Werkmaterialien geschnitten: Holz, Metall, Glas und viele mehr. Es ist stets von der Zahnung abhängig, was wie geschnitten werden kann. Bei Bedarf werden sogar Sägebänder mit Diamanten eingesetzt, um besonders stabile Materialien in Form zu bringen.

Im privaten Bereich ist davon auszugehen, dass die Bandsäge vorwiegend für Hölzer und Metalle zum Einsatz gebracht wird. Doch können auch Kunststoffe problemlos geformt werden, wenn das dafür benötigte Sägeband vorhanden ist. ABER: Mit dem richtigen Modell können auch feine, kleine Figuren und andere feine Arbeiten ausgeführt werden. Hierfür würde eine „Mini-Bandsäge“ benötigt werden.

An diesem Punkt sollte man vielleicht erwähnen, dass die Bandsäge ein recht sperriges Werkzeug ist, das seinen Platz beansprucht. Sicherlich ist dies vom Modell abhängig. Dennoch sollte man sich vor der Entscheidung, sich eine Bandsäge zu kaufen, den entsprechenden Platz in der Werkstatt sichern. Dies gilt für den gewerblichen Nutzer genauso wie für den privaten. Zudem weisen sie ein stattliches Gewicht auf. Selbst die Modelle, die für eine Tischmontage vorgesehen sind, verfügen meist über ein Gewicht von über 10 Kilogramm, sodass ein entsprechend stabiler Unterbau erforderlich ist.

Wofür wird die Bandsäge im privaten Bereich eingesetzt?

So wie sich die Bandsäge im gewerblichen Bereich als unersetzbar erwiesen hat, haben natürlich auch die privaten Baumeister von den Vorzügen der Bandsäge überzeugen können. Denn eines ist sicher: Die Stichsäge, die vielfach so gelobt wird, kann viele Arbeiten nicht so schnell und präzise ausführen wie die große Schwester. Allerdings muss auch sofort wieder ein wenig zurückgerudert werden. Denn die Bandsäge ist insbesondere für die groben Arbeiten einzusetzen. Das feine Ausarbeiten wird mit kleineren Sägen oder Feilen durchgeführt. Doch selbst dann erweist sie sich immer noch als eine große Hilfe, die einem eine große Zeitersparnis einbringen kann.

Insbesondere für dicke Materialien ist sie eine große Unterstützung. Durch die Bandsäge sind sie in Windeseile zurecht geschnitten. Eine Arbeit, die mit der Stichsäge vielleicht gar nicht möglich wäre und mit einer herkömmlichen Handsäge sehr lange dauern würde.

Wie wird die Bandsäge gewartet?

Nach jedem Gebrauch sollten die Spänen sorgfältig entfernt werden. Dies mag dem einen oder anderen Anwender vielleicht übertrieben vorkommen, doch kann sich Späne, die sich im Laufwerk oder Motor festsetzt, verdichten, sodass sie nach einiger Zeit häufigen Gebrauchs nur noch schwer zu entfernen ist. Dies wäre fatal, da die Maschine für eine derartige Reparatur eventuell zum Fachmann müsste – ein teures Unterfangen. Da ist es günstiger, immer gleich für eine Reinigung zu sorgen.

Das zweite Hauptaugenmerk sollte auf das Sägeblatt gelegt werden. Es empfiehlt sich, immer ein entsprechendes Ersatzblatt zur Hand zu haben. Wurde es ausgewechselt, kann es sofort erneut geordert werden, sodass wieder für Ersatz gesorgt ist. Sicherlich ist die Häufigkeit des Wechseln von der Nutzung abhängig. Dennoch sollte vorgesorgt werden. Werden unterschiedliche Materialien bearbeitet, sind eventuell auch mehrere Sägeblätter notwendig, den Material entsprechend.

Ohne Übung geht es nicht

Wir wollen ehrlich sein: Mit der Bandsäge die groben Arbeiten vorzunehmen, ist kein Kunststück. Auch nicht für den Anfänger, der sich erst einmal an die Bandsäge gewöhnen muss. Doch für die feinen Arbeiten gehört, wie bei vielen anderen Werkzeugmaschinen auch, ein wenig Übung und vielleicht auch Fingerspitzengefühl dazu, um vorzeigbare Arbeiten herzustellen.

Viele Anfänger nutzen in der heutigen Zeit die Tutorials auf Youtube, um sich die notwendigen Kenntnisse für die unterschiedlichen Arbeiten an der Bandsäge zu holen. Der Vorteil bei diesen Tutorials ist, dass sie wiederholt werden können, wenn etwas nicht verstanden wurde. Man hat den Lehrmeister sozusagen direkt vor der Nase. Auf diese Weise gerüstet, kann man sich problemlos bei der Arbeit mit der Bandsäge ausprobieren.

Wenn die Kosten nicht wären

Natürlich will eine Bandsäge auch erst einmal bezahlt werden. Die gute Nachricht zu diesem Punkt ist, dass man im Heimwerkerbereich adäquate Modelle bereits für EURO 120,00 erhalten kann. Es lohnt sich, vorher die Testberichte zu lesen, um sich nicht ein günstiges, aber nur bedingt brauchbares Modell anzueignen. Die üblichen Hersteller, die wir auch von anderen Heimwerkerzubehör kennen, finden wir auch in diesem Bereich wieder: Einhell, Scheppach, Holzmann, ATIKA, Metabo und andere. Die Testberichte werden jedes Jahr aufs Neue erstellt, sodass man auch neue, auf dem Markt erhältliche Modelle vorgestellt bekommt. Möchte man sie mit den Modellen des Vorjahres vergleichen, ist dies anhand der Testberichte kein Problem.

Allerdings sollte man sich auch im Bekanntenkreis umhören, mit welchen Geräten die anderen Heimwerker arbeiten. Sie können ganz genau die Vor- und Nachteile, die bei der Nutzung auftreten, vortragen. Informationen aus erster Hand sind ja bekanntlich immer noch die besten. Soll dieses Gerät häufig zur Anwendung kommen, sollte der Preis übrigens nebensächlich sein. Wichtig ist die Effektivität in der Anwendung.